Die Geschichte Bayerns

Die Geschichte Bayerns
Die Geschichte Bayerns

Die Geschichte Bayerns (ursprüngliche Schreibweise: Baiern) geht zurück bis zur ersten baierischen Herzogsdynastie der Agilolfinger mit Sitz in Freising im Jahr 555.

Früher waren die von den Kelten bewohnten Gebiete Altbayerns, südlich der Donau, Teil der römischen Provinz Raetia. Nach Ende der römischen Herrschaft entstand der Stamm der Baiern, der sich aus alteingesessenen Kelten und hinzugewanderten Germanen zusammensetzte. Aus dem Jahr 555 stammt ein erster Beleg über ein bairisches Stammesherzogtum mit Sitz in Freising. Das Ende dieses sogenannten älteren Stammesherzogtums wurde eingeleitet, als Karl der Große im Jahr 788 den bayerischen Herzog Tassilo III. aus dem Geschlecht der Agilolfinger besiegte. Als auch die Karolinger um Karl den Großen ihren Niedergang erreichten, gewannen die bayerischen Herzöge wieder mehr Eigenständigkeit im sogenannten "jüngeren Stammesherzogtum". Zu dieser Zeit dehnte sich das baierische Reich bis an die Adria aus.

Im 11. und 12. Jahrhundert regierten überwiegend die Welfen in Bayern, bis es zum Streit zwischen ihrem Herzog Heinrich dem Löwen und König Friedrich Barbarossa aus dem Adelsgeschlecht der Staufer kam, der mit der Niederlage Heinrichs endete und dazu führte, dass Bayern große Territorien, u.a. das heutige Österreich, verlor. Die Geschichte des "jüngeren Stammesherzogtums" endete damit und die Zeit der Wittelsbacher war gekommen, die von 1180 bis 1918 Bayern als Territorialherzogtum regierten. In der Folge wurde Bayern immer wieder in einzelne Herzogtümer geteilt und dann wiedervereinigt.

Während des Dreißigjährigen Krieges konnte Bayern neue Gebiete hinzugewinnen und wurde 1623 zum Kurfürstentum erhoben. Im Spanischen und Österreichischen Erbfolgekrieg wurde Bayern temporär von Österreich besetzt. Nach der Vereinigung von Bayern und der Kurpfalz wurde Bayern 1806 zur Zeit Napoleons zum Königreich erhoben und gewann fränkische, schwäbische und österreichische Gebiete hinzu. Es folgte die Zeit Ludwigs I., der München zu einer kulturellen Metropole machte und vom sogenannten Märchenkönig Ludwig II., der durch den Bau von Schloss Neuschwanstein und anderer Traumschlösser in die Geschichte einging.

Im Preußisch-Österreichischen Krieg musste Bayern an der Seite Österreichs im Jahr 1866 eine Niederlage einstecken. Danach wurde Bayern 1871 Teil des neu gegründeten Deutschen Kaiserreiches. Im Jahr 1918 endete die Wittelsbacher Monarchie während der Novemberrevolution und Bayern wurde zum Freistaat. Während des Zweiten Weltkrieges wurden Städte wie Würzburg oder München stark zerstört. Nach Ende des Krieges besetzten die US-Truppen Bayern und schließlich wurde der Freistaat ab 1949 Bundesland der Bundesrepublik Deutschland.

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