Roger Bacon

Roger Bacon
Roger Bacon

Roger Bacon, auch "Doctor Mirabilis" (bewunderungswürdiger Lehrer) genannt, wurde 1214 bei Ilchester/Somerset geboren. Er war ein Theologe, Naturphilosoph, Professor der Philosophie und Franziskanermönch.

Roger Bacon studierte früh in Oxford und widmete sich den Schriften von Aristoteles. Nach einem Aufenthalt in Paris, wo er an der Universität lehrte, kehrte er nach Oxford zurück, studierte Mathematik, Alchemie und Optik, und widmete sich der experimentellen Forschung. Nachdem er das eine lange Zeit gemacht hatte, trat er seelisch erschöpft dem Franziskanerorden bei. Aufgrund seiner Ablehnung der Scholastik und seinem Hang zum Mystizismus stellte man ihn und seine Arbeit dort unter strenge Beobachtung. Zeitweise stand er sogar unter Arrest. Kurz vor seinem Tod fasste er seine Lehren in dem Werk "Compendium studii theologiae" zusammen. 1292 oder 1294 (nicht genau bekannt) verstarb er.

Roger Bacon wurde von Aristoteles und arabischen Naturphilosophen beeinflusst. Durch seine Experimente und Überlegungen stellte er mathematische und astronomische Theorien auf, die für die modernen Naturwissenschaften von großer Bedeutung waren und immer noch sind. Bacon sah schon damals spätere Erfindungen wie Dampfschiffe oder Flugzeuge voraus. Er erkannte, dass das Feuer die chemische Reaktion von Brennstoffen mit Sauerstoff ist, erforschte die Strahlenbrechung und die Gesetze eines Regenbogens. Auch geschliffene Glaslinsen zum Lesen, Vorläufer der Brille, fanden erstmals bei Bacon Erwähnung. Außerdem bewies er die falsche Datierung des Geburtsjahres von Jesus Christus und entdeckte Ungereimtheiten im Julianischen Kalender.

Geburtsort: Ilchester/Somerset
Geburts- & Sterbedatum: 1214 - 1292 oder 1294

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