Otto I.

Otto I.
Otto I.

Otto I., genannt "der Große", wurde im Jahre 912 in Sachsen geboren und war Herzog von Sachsen, König des Ostfrankenreiches und später auch römisch-deutscher Kaiser.

Als Sohn von Heinrich I. bestieg Otto der Große nach dessen Tod 936 den ostfränkischen Thron. Das Reich war nach dem Niedergang der Karolinger in einer Krise und drohte durch Konflikte der Stammesherzöge untereinander auseinander zu brechen. Otto jedoch gelang es, auch unter Einbeziehung der Reichskirche, das ostfränkische Reich wieder zu stabilisieren. Er gründete viele neue Bistümer und hielt sich oft in Madgeburg auf, was er als er als Domizil für seine zahlreichen Missionsreisen in den Osten auserkoren hatte.

In den Jahren 951 und 952 fiel Otto I. mit seinem Heer in Italien ein und eroberte die Lombardei. Kurze Zeit später folgte die Heirat mit der Witwe des Langobardenkönigs Lothar von Italien, Adelheid von Burgund. Er wurde zum König von Italien. Im Jahr 955 besiegte er mit seinen Truppen die Ungarn und stoppte damit deren über 50 Jahre andauernden Angriffe endgültig. Durch diesen Sieg stieg die Macht und das Ansehen Ottos noch mehr. Bei seinem zweiten Romzug im Jahre 962 wurde er von Papst Johannes XII. zum römisch-deutschen Kaiser gekrönt. In den Jahren 966 bis 972 folgten weitere Eroberungen langobardischer Herzogtümer in Italien. Durch einen Ausgleich mit dem byzantischen Kaiser stärkte er sein Kaisertum noch mehr. Zwischenzeitlich hatte er noch 968 in Magdeburg ein Erzbistum gegründet und dem späteren Papst Silvester II. die Ausbildung in Reims finanziert und ermöglicht.

Im Jahre 973 starb Otto I. auf seiner Pfalz in Memleben. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Otto II., dem er ein geordnetes und mächtiges Reich hinterließ.

Geburtsort: Wallhausen, Sachsen
Geburts- & Sterbedatum: 23.11.912 - 07.05.973


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