Mechthild von Magdeburg

Mechthild von Magdeburg
Mechthild von Magdeburg

Mechthild von Magdeburg wurde um das Jahr 1207 herum im Erzstift Magdeburg geboren und sie war eine der wichtigsten Mystikerinnen in Mitteleuropa.

Mechthild von Magdeburg war die Tochter adliger Eltern und genoss eine gute Bildung. Im Alter von 12 Jaren hatte sie ihre erste mystische Gotteserfahrung. Mit 20 ging sie nach Magdeburg und führte dort als Begine ein frommes und enthaltsames Leben nach den Regeln des heiligen Dominikus. Von ihrem Beichtvater Heinrich von Halle ermutigt begann sie ab 1250 über ihre mystischen Erlebnisse mit Gott zu schreiben.

Sechs von sieben Büchern ihres berühmten Werkes "Das fließende Licht der Gottheit" entstanden zu dieser Zeit. Sie und ihre Magdeburger Beginengemeinschaft stießen anschließend auf Widerstand in hohen Kleruskreisen. Nachdem der Gemeinschaft von der Kirche das Recht aus Selbstbestimmung in geistigen Fragen entzogen wurde, verbrachte Mechthild von Magdeburg die letzten Jahre ihres Lebens zermürbt und zurückgezogen im Zisterzienserkloster Helfta. Dort traf sie auf die berühmte Gertrud von Helfta, welche sie sehr inspirierte und schrieb das siebte Buch ihres Hauptwerkes. Im Alter von 75 Jahren starb Mechthild in Helfta im Jahr 1282.

Mechthild von Magdeburgs Werk "Das fließende Licht der Gottheit" gilt als das wichtigste Beispiel deutschsprachiger Mystik vor einem Meister Eckhart. Das Werk zeigt die hohe mittelalterliche Frauenbildung und Mechthild benutzte Bilder aus dem Hohelied gepaart mit der Dichtkunst des höfischen Minnegesangs um die Einswerdung der Seele mit Jesus zu beschreiben.

Geburtsort: Erzstift Magdeburg
Geburts- & Sterbedatum: ca. 1207 - 1282

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