Leo IX.

Leo IX.
Leo IX.

Leo IX., im Jahre 1002 in Egisheim geboren, gilt als der bedeutsamste Papst deutscher Abstammung im Mittelalter. Er saß vom 12. Februar 1049 bis zu seinem Tod am 19. April 1054 auf dem Heiligen Stuhl.

Leo IX. hieß ursprünglich Bruno von Egisheim-Dagsburg und war der Sohn vom oberelsässischen Grafen Hugo VI. Schon im jungen Alter wurde er zum Priester ausgebildet und mit nur 24 Jahren wurde er zum Bischof von Toul geweiht. Als Papst Damasus II. im Jahre 1049 starb, war Bruno der Wunschkandidat Kaiser Heinrichs III. für dessen Nachfolge und er wurde schließlich auch als Leo IX. zum Papst gewählt.

Während seiner Amtszeit trat er als eifriger Reformer auf, der unter anderem gegen die erkaufte Besetzung kirchlicher Ämter durch Laien und gegen die Priesterehe vorging, und die kirchlichen Verwaltungsstrukturen reorganisierte. Außerdem führte er die gregorianische Reform der Kirche ein und gilt als Begründer des Kardinalskollegiums, wie es auch heute noch bekannt ist. Er galt als sehr volksnaher Papst, der oft zu Reisen aufbrach, auch über die Grenzen Italiens hinaus. Dabei restaurierte er zahlreiche Klöster und weihte viele Kirchen, u.a. auch in Augsburg und Regensburg. Durch seine vielen Reisen stärkte er das Papsttum auch in weit von Rom entfernten Regionen.

Nachdem die Normannen 1053 Rom angriffen, blieb dem friedliebenden Leo IX. nichts anderes übrig, als mit seinem Heer in den Kampf zu ziehen. In der Schlacht von Civitate unterlag er jedoch und wurde gefangen genommen. In der Gefangenschaft wurde er schwer krank. Er wurde später zwar frei gelassen, starb kurze Zeit später aber in Rom.

Geburtsort: Egisheim, Oberelsass
Geburts- & Sterbedatum: 21. Juni 1002 - 19. April 1054

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