Karl IV

Karl IV.
Karl IV.

Karl IV., geboren am 14. Mai 1316 in Prag, entstammte dem Fürstengeschlecht der Luxemburger und gilt als der wichtigste Kaiser des Spätmittelalters. Karl IV. war außerdem noch römisch-deutscher König und König von Böhmen.

Karl IV., der eigentlich Wenzel hieß, war der Sohn des böhmischen Königs Johann von Luxemburg und dessen Frau Elisabeth. In jungen Jahren genoss Karl eine umfassende Erziehung und Ausbildung in Paris. Nach der Erblindung seines Vaters übernahm er bereits 1341 die königlichen Geschäfte und fünf Jahre später wurde er offiziell zum römisch-deutschen König und ein Jahr später auch zum König von Böhmen. Er sicherte die Herrschaft in seinem Reich durch geschickte Bündnisse, musste allerdings tatenlos zusehen, wie die Pest, die zu diesem Zeitpunkt ihren Höhepunkt erreichte, große Teile der Bevölkerung ausrottete.

Am 6. Januar 1355 wurde Karl IV. in Rom von Papst Innozenz VI. zum Kaiser gekrönt. Ein Jahr später verabschiedete Karl die "Goldene Bulle", eine Art Grundgesetz, das die Modalitäten zur Wahl und Krönung der römisch-deutschen Könige durch die Kurfürsten festlegte. Des Weiteren errang Karl im Laufe der Zeit den Ruf eines erfolgreichen Hausmachtpolitikers, der seinen territorialen Besitz sehr vergrößern konnte. Als König von Böhmen war er verantwortlich für den Bau des berühmten Veitsdoms sowie der Karlsbrücke in Prag. Er machte die Stadt an der Moldau zu einem wichtigen geistigen und kulturellen Zentrum. Am 29. November 1378 starb Karl IV. in Prag.


Karl IV. galt als hochintelligent und als hervorragender Diplomat. Er förderte die Künste und Wissenschaften und viele sehen in ihm den größten römisch-deutschen Kaiser des Spätmittelalters.


Geburtsort: Prag
Geburts- und Sterbedatum: 14. Mai 1316 - 29. November 1378

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