Gregor VII.

Gregor VII
Gregor VII

Gregor VII., geboren um 1020 in Sovana, Italien, gilt aufgrund seiner Bedeutung für die Kirchenreform als einer der wichtigsten Päpste überhaupt.

Gregor VII. hieß mit bürgerlichem Namen Hildebrand von Soana und war zunächst Mönch. Später erlangte er als Erzdiakon, der vor allem gegen die käufliche Erwerbung von Kirchenämtern und gegen die Priesterehe eintrat, eine bedeutende Rolle in der Kirchenpolitik. Am 22. April 1073 wurde er schließlich Papst.

Seine Amtszeit wurde vor allem durch den sogenannten Investiturstreit geprägt, ein politischer Konflikt zwischen geistlicher und weltlicher Macht. Mit dem "Dictatus Papae" ließ er 1075 27 Leitsätze veröffentlichen, in denen er die Vormachtstellung der geistlichen Gewalt gegenüber weltlichen Herrschern betonte. Besonders mit dem römisch-deutschen König Heinrich IV. geriet Gregor VII. in einen lange anhaltenden Konflikt. Nachdem er Heinrich IV. und seine Anhänger aus der Kirche ausschloss kam es zum berühmten "Gang von Canossa", bei dem sich Heinrich unterwarf und Gregor den Bann anschließend wieder aufhob. Der neu gewonnene Frieden hielt jedoch nicht lange an. Nach weiteren Streitigkeiten belagerte Heinrich 1084 Rom und konnte die Stadt schließlich auch einnehmen. Gregor VII. verließ Rom und flüchtete nach Salerno, wo er am 25. Mai 1085 starb. Im Jahre 1606 wurde Gregor VII. durch Papst Paul V. heilig gesprochen.

Geburtsort: Sovana, Italien
Geburts- & Sterbedatum: um 1020 - 25. Mai 1085

Verlinke diesen Artikel auf deine Seite!

Teilen

DelicoiusStumbleUponDiggFacebookTwitterDiigoMister WongReddit