Chrétien de Troyes

Chrétien de Troyes
Chrétien de Troyes

Chrétien de Troyes wurde um das Jahr 1140 herum in Troyes geboren und war ein berühmter französischer Autor und Begründer der sogenannten Höfischen Romane, wobei es sich um die epische Gattung der höfischen Dichtung handelt. Er hat außerdem viele Versromane veröffentlicht, welche die Kunst und Literatur in ganz Europa nachhaltig geprägt haben.

Über das Leben von Chrétien de Troyes ist relativ wenig bekannt. Offenbar genoss er eine sehr gute Bildung und den Widmungen in seinen Werken nach, hatte er während seiner Schaffenszeit, die ungefähr von 1160 bis in die 1180er-Jahre ging, Kontakt zu hohen Persönlichkeiten der damaligen Zeit, wie z.B. Graf Philipp von Flandern, der später Regent von Frankreich wurde.

Diesem war Chrétiens letztes und nicht vollendete Werk "Conte du Graal" gewidmet. Auch das Publikum, an das seine Werke vorwiegend gerichtet war, waren Adelsleute, Fürsten und Herzöge samt ihren Familien.

Nicht alle von Chrétiens Werken sind erhalten geblieben. Hauptsächlich sind fünf Romane überliefert, die sich thematisch unter anderem um mittelalterliche Sagen rund um König Artus drehen: "Érec et Énide", "Cligès", "Le Chevalier de la charrette", "Le Chevalier au lion" und "Li Contes del Graal". Bei "Le Chevalier de la charrette" geht es z.B. um die Abenteuer, die der junge Ritter Lacelot bestehen muss, um die entführte Frau von König Artus zu finden und ihr seine Liebe zu beweisen. Die Romane sind vor allem mit paarweise gereimten Achtsilbern verfasst.

Die Werke von Chrétien de Troyes inspirierten später so bekannte Namen wie Wolfram von Eschenbach, Sir Thomas Malory und sogar Richard Wagner.

Geburtsort: Troyes
Geburts- & Sterbedatum: ca. 1140 - ca. 1190

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