Bonifatius

Bonifatius
Bonifatius

Bonifatius wurde im Jahr 672 in England geboren und wird von der Kirche als "Apostel der Deutschen" bezeichnet. Mit bürgerlichem Namen hieß er Wynfreth und er war der bedeutendste Kirchenreformer im Fränkischen Reich und der wohl bekannteste Missionar. Außerdem gründete er mehrere Klöster, war Bischof von Mainz und Verwalter des Bistums Utrecht.

Bonifatius erhielt seinen kirchlichen Namen erst im Jahre 719 durch Papst Gregor II. Vorher wuchs Wynfreth in England auf und wurde dort mit 30 Jahren zum Priester geweiht.

Er arbeitete außerdem als Lehrer für Grammatik und Dichtung. Im Jahre 718 verließ er England und ein Jahr später erhielt er in Rom den päpstlichen Auftrag ungläubige Völker zum Glauben zu bekehren. Von da an begab er sich auf zahlreiche Missionsreisen, auf denen er auch einige Klöster, u.a. in Fritzlar und Ohrdruf sowie später in Fulda, gründete. Mit Unterstützung des Papstes war Bonifatius außerdem für die Reorganisation bzw. Neugründung zahlreicher Bistümer in Bayern ab dem Jahre 738 verantwortlich. Selber wurde er 746 zum Bischof von Mainz.

Seinen Tod fand Bonifatius im Jahre 754, nachdem er zum wiederholten Male zur Missionierung der Friesen aufgebrochen war. Heidnische Friesen erschlugen ihn und seine Begleiter. Viele Geschichtswissenschaftler und Theologen gehen davon aus, dass Bonifatius diese gefährliche Reise antrat, um als Märtyrer zu sterben. Bonifatius war ein wichtiger Missionar, seine Bedeutung und seine Verehrung verdankt er aber vor allem seinem Ruf als Märtyrer. Während seine Verehrung als Märtyrer zunächst nur im Umfeld des Klosters Fulda, wo er begraben liegt, stattfand, breitete diese sich im 19. Jahrhundert deutschlandweit aus und Bonifatius wurde zum "Apostel der Deutschen".

Geburtsort: Credition, England
Geburts- & Sterbedatum: 672 - 05.06.754

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