Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein

Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein
Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein

Albrecht Wenzel Eusebius von Waldstein, genannt Wallenstein, wurde am 24. September 1483 in Hermanitz (Böhmen) geboren und war ein berühmter Feldherr und Oberbefehlshaber der kaiserlichen Armee im Dreißigjährigen Krieg. Außerdem war er Herzog von Friedland und Sagan, sowie als Abrecht VIII. Herzog zu Mecklenburg.

Nachdem er seine Jugend in einem kirchlichen Internat der Jesuiten verbrachte und nach Studienaufenthalten in Italien, trat Wallenstein in den Kriegsdienst bei Kaiser Rudolf II. Schnell wurde er zum Hauptmann befördert. Er unterstützte Erzherzog Ferdinand, den späteren Kaiser Ferdinand II., bei seinem Krieg gegen Venedig und nach Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges beim Kampf gegen die Protestanten.

Nach der Schlacht am Weißen Berg im Jahr 1620 übernahm er viele Gebiete der unterlegenen Protestanten. Im Jahr 1626 schlug Wallenstein an der Elbbrücke von Dessau die Armee von Herzog Ernst von Mansfeld, der für den Dänenkönig Christian IV. in den Dreißigjährigen Krieg eingriff. Im Bündnis mit dem Graf von Tilly folgten Eroberungen von Mecklenburg, Schleswig und Holstein, sowie diverser Küstenstädte an der Ostsee.

Im Jahr 1630 wurde Ferdinand II. durch die Kurfürsten zur Absetzung Wallensteins genötigt, da er diesen mit seiner riesigen Armee mittlerweile zu mächtig geworden war. Vor allem Kurfürst Maximilian von Bayern war ein klarer Gegner Wallensteins. Die Absetzung wurde allerdings schnell wieder rückgängig gemacht, als der Schwedenkönig Gustav Adolf II. in Norddeutschland einfiel und den kaiserlichen Feldherrn Tilly in Bayern besiegte. Im Jahr 1632 belagerte Wallenstein Nürnberg, das sich Gustav Adolf angeschlossen hatte. Hunger und Seuchen rafften während dieser Zeit fiele Menschen dahin. In der Schlacht von Lützen im November 1632 traf Wallenstein mit seiner Armee auf das Heer des Schwedenkönigs und konnte diesen besiegen. Gustav Adolf starb dabei. Ein Jahr später bekam Wallenstein den Auftrag des Kaisers, einen Winterfeldzug zur Unterstützung von Maximilian von Bayern durchzuführen. Wallenstein brach diesen ab, woraufhin ihm Hochverrat unterstellt wurde. Am 25. Februar 1634 wurde Wallenstein in Eger von kaisertreuen Offizieren ermordet. Friedrich Schiller setzte dem Feldherrn später mit seiner "Wallenstein Trilogie" ein Denkmal.

Geburtsort: Hermanitz (Böhmen)
Geburts- & Sterbedatum: 24. September 1483 - 25. Februar 1634

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