Albertus Magnus

Albertus Magnus
Albertus Magnus

Albertus Magnus wurde um das Jahr 1200 in Launingen an der Donau geboren und war ein deutscher Universalgelehrter und Bischof. Aufgrund seiner naturwissenschaftlichen Werke gilt er als wichtigster Naturwissenschaftler im Mittelalter. 1931 wurde er von Papst Pius XI. heilig gesprochen.

Albert wurde als Sohn einer Familie des staufischen Dienstadels geboren. Ab 1222 studierte er in Italien die Freien Künste und wohl auch Medizin. Zu dieser Zeit beschäftigte er sich auch erstmals mit den Schriften des Aristoteles. In der Folge trat er in den Dominikanerorden ein, studierte Theologie in Köln und wurde zum Priester geweiht. Danach studierte er an verschiedenen dominikanischen Klosterschulen weiter.

Ab 1243 hielt Albertus Magnus sich an der Universität Paris auf, wurde zum Magister der Theologie und widmete sich intensiv den Lehren von Aristoteles. Thomas von Aquin war zu dieser Zeit sein Schüler. Nach seiner Rückkehr nach Köln im Jahr 1248, leitete er dort das "Studium Generale" des Dominikanerordens. Unter ihm blühte die Klosterschule auf und zog Studierende aus ganz Europa an. Während dieser Zeit entstanden auch wichtige Werke von ihm, z.B. umfangreiche Kommentare zu den Sentenzen Petrus Lombardis, die Kommentierung des Gesamtwerkes von Aristoteles und wichtige naturwissenschaftliche Schriften. Von 1254 bis 1257 war Albertus Magnus Provinzial der Dominikaner-Ordensprovinz Teutonia und betreute die verschiedenen Klöster dieses Gebietes. Am 5. Januar 1260 wurde er zum Bischof von Regensburg, allerdings gegen den Widerstand seines Ordens. Zwei Jahre später bat er um Entbindung von diesem Amt und der Papst gab dieser Bitte statt. Stattdessen wurde er von Papst Urban IV. zum Kreuzzugsprediger ernannt und Albertus propagierte 1263 und 1264 im deutschsprachigen Gebiet den Kreuzzug ins Heilige Land.

Nachdem er ab 1264 wieder seine Lehrtätigkeit aufgenommen hatte - diesmal in Würzburg und Straßburg -, kehrte er ab 1269 ins Dominikanerkloster in Köln zurück. Dort verstarb er am 15. November 1280.

Albertus Magnus verfügte über ein vielseitiges Wissen und veröffentlichte zahlreiche bedeutende Werke. Als wichtigste Folge seiner Arbeit gilt die Begründung der christlichen Aristotelik, was den Weg zu den modernen Naturwissenschaften ebnete. In verschiedenen naturwissenschaftlichen Gebieten galten seine Arbeiten und Erkenntnisse als bahnbrechend.

Geburtsort: Launingen
Geburts- & Sterbedatum: ca. 1200 - 15. November 1280

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