Barbaramarkt
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Barbaramarkt

Die heute überall beliebten Weihnachtsmärkte gehen auf das Mittelalter zurück: In Ulm lässt sich für 1383 ein Markt in der Adventszeit nachweisen. Der berühmte „Striezelmarkt" in Dresden wird 1434 erstmals urkundlich erwähnt, der „Lebzeltermarkt (Lebkuchenmarkt) in Augsburg 1498.

Historisch ist in Vechta im Mittelalter kein Weihnachtsmarkt nachzuweisen, wohl aber die Anfänge der Vechtaer Märkte um 1298. Deshalb veranstaltet das Museum im Zeughaus in Zusammenarbeit mit dem Förderverein „Mittelalterzentrum Vechta e.V." einen mittelalterlichen „Wintermarkt" der am Samstag von 13.00 bis 20.00 Uhr, am Sonntag vom 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist.

Als Namenspatronin wurde bewusst die Heilige Barbara ( 3.Jahrhundert n.Chr.) gewählt. Sie zählt zu den Vierzehn Nothelfern, und ihr Verhalten im Angesicht von Verfolgung und Tod gilt als Symbol der Wehr- und Standhaftigkeit im Glauben. Darauf weist ihre Darstellung mit ihrem Attribut hin, dem Turm der Standhaftigkeit. Sie wird gegen Gewitter, Feuergefahr, Fieber, Pest und plötzlichen Tod angerufen. Barbara ist Schutzpatronin u.a. der Glöckner, Glockengießer, Schmiede, Maurer, Steinmetze, Zimmerleute, Dachdecker, Architekten, Artilleristen, Feuerwehrleute, Totengräber, Hutmacher, der Mädchen und der Gefangenen.

Die Händler und Handwerker mit ihren Ständen auf dem Wintermarkt stehen also unter einem besonderen Schutz, wenn sie ihre unterschiedlichen Waren anbieten. Beim Kramer findet man fast alles, der Fellhändler aus dem hohen Norden preist die besondere Qualität seiner Felle an, der Laternenmacher das schöne Licht, die Glasperlenmacherin ihren Schmuck, der Waffenhändler und Messermacher die Härte der Klingen, der Bäcker die Frische seines Brotes, die Kräuterfrau die Heilkraft ihrer Pflanzen.

Darüber hinaus gibt das Brauchtum, das mit der Heiligen Barbara verbunden, ist viele Anknüpfungspunkte an die Advents- und Weihnachtszeit. Nach einer alten Tradition schneidet man am Barbaratag Zweige von einem Obstbaum (meist von einem Kirschbaum, einem Apfelbaum) oder einer Forsythie und stellt ihn in Wasser. Diese Barbarazweige sollen bis zum Heiligen Abend blühen und in der kalten und düsteren Winterzeit ein wenig Licht in die Wohnung bringen. Außerdem sollen die Barbarazweige Vorläufer unseres heutigen Weihnachtsbaumes sein.

© 1. Zentrum für experimentelles Mittelalter

Markt

Informationen zur Veranstaltung

Bezeichnung:
Barbaramarkt
Datum:
-
Adresse:
Vechta
49377 Vechta
Germany
Homepage:

Kontakt-Informationen

Adresse:
1. Zentrum für experimentelles Mittelalter
Axel Fahl-Dreger
Zitadelle 15
49377 Vechta
Germany
Tel.:
(04441) 93090
Fax:
(04441) 93094
eMail:
info@mittelalterzentrum.de
Homepage:
http://www.mittelalter-zentrum.de
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